Kinderschutz-ABC: K wie Krise

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© Kinderschutz-ABC / Bündnis Kinderschutz MV, Start GmbH
17.11.2011

Wöchentlich veröffentlicht der Spion einen Beitrag aus dem Kinderschutz-ABC. Heute: J wie Jugendschutz.

In jeder Krise steckt auch eine Chance

Jede Familie kennt schwierige Zeiten, kleine und größere Probleme oder Streit. Das gehört zum Alltag. Doch es gibt Situationen, da kommt das eine zum anderen. Krisen entstehen durch verschiedene Ursachen und ohne "Schuld" des Einzelnen. Auslöser können bedeutsame persönliche Entwicklungs- und Lebensabschnitte sein, wie zum Beispiel die Geburt eines Kindes, das Ende oder der Beginn einer Partnerschaft (Trennung und Scheidung). Auch Krankheit oder Arbeitslosigkeit eines Familienmitglieds können sich langfristig zu einer ernsthaften Krise der gesamten Familie entwickeln.

Wenn alles zuviel wird

Meist treffen mehrere der genannten Situationen aufeinander, bevor sich eine Krise mit all ihren Symptomen einstellt: Gleichgültigkeit, Ohnmacht, Verzweiflung, Wut und Depression. Die Eltern fühlen sich dann vom Alltag überfordert und sind unfähig, das Nötigste zu erledigen. Die Krise der Eltern wird dann häufig zur Not der Kinder.

Eine Krise ist immer ein Wendepunkt im familiären Zusammenleben. Ohne Unterstützung und Hilfe von Dritten besteht oft die Gefahr, dass die Partnerschaft zerbricht, die Betroffenen in wirtschaftliche Nöte geraten oder langfristig psychisch schwer erkranken oder die Kinder außerhalb der Familie betreut werden müssen. Doch eine Krise ist immer auch eine Chance: Die Familie oder auch das, was übrig geblieben ist beziehungsweise was sich neu findet, kann einen "neuen Anfang" finden.

Praktische Unterstützung und psychologische Beratung

Nicht immer lassen sich Krisen schnell und aus eigener Kraft überwinden. Um die akute Situation zu entlasten, ist oft praktische Hilfe im Alltag notwendig: eine Haushaltshilfe, die zum Beispiel Behördengänge oder Aufgaben der Kinderbetreuung übernimmt, ein Schuldnerberater, der mit den Gläubigern verhandelt oder eine Familienhilfe, die dabei unterstützt, den Kindern die veränderte Lebenssituation angemessen zu vermitteln (Chaos im Kinderzimmer). Genauso wichtig sind Gespräche, um neue Sichtweisen und Perspektiven zu eröffnen, Ängste abzubauen und gemeinsam nach für alle Beteiligten akzeptablen Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Eine erste Anlaufstelle in Krisensituationen können Beratungsstellen sein, die zum Beispiel Jugendämter, freie Träger und Selbsthilfegruppen anbieten (Beratung, Selbsthilfe).

Weitere Informationen

Adressen von Kinder- und Jugendnotdiensten, Erziehungs- und Familienberatungs-
stellen oder Jugendämtern sowie weitere Informationen sind auf der Kinderschutz-Landkarte des Bündnis Kinderschutz Mecklenburg-Vorpommern zu finden.

(nm) / Kinderschutz-ABC / Bündnis Kinderschutz MV, Start GmbH
2
Kommentare insgesamt

Aspergo a.
19.11.2011 10:11
Gast
K wie Krise oder J wie Jugendschutz was denn nun?

Aurelia T.
15.10.2013 11:11
reg. Mitglied
Natürlich ist es besonders für Kinder schwierig die Trennung ihrer Eltern zu verarbeiten wichtig ist es, viel mit dem Kind zu reden und ihm zu suggerieren, dass es nicht die Schuld an der Trennung trägt.
LG
Aurelia
http://lumenznetworks.com/blo...ennung-verarbeiten/
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